Ausstellungen

Heimatmuseum

Ein Museum im Wandel der Zeiten

 


29. März bis 28. April

DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE

Ein Bilderzyklus von Sylvia Roubaud
nach einem Drama von Jean Paul Sartre

 

„Das Wesen meiner Malerei liegt in Harmonie und Spannung zugleich.“ So erläutert die in München geborene Künstlerin Sylvia Roubaud in weni-gen Worten ihre Arbeit.
Als Meisterschülerin von Prof. Emilio Vedova in Venedig und von Prof. Günter Fruhtrunk an der Akademie der Bildenden Künste in München zählt sie heute zu den renommiertesten Künstlerinnen der bayerischen Landeshauptstadt.
Mit dem Chiemgau und Prien ist sie durch ihren Großvater, dem Schlach-tenmaler Franz von Roubaud verbunden. Sylvia Roubaud malt konse-quent abstrakt, kräftige Farben überlagern einander, impulsiv, dyna-misch.Die dominante Verwendung der Farbe Schwarz ist für sie ein Syno-nym für Energie.
In der Priener Ausstellung zeigt sie, neben anderen Arbeiten, den Zyklus „Die schmutzigen Hände“ nach einem Drama des französischen Schrift-stellers Jean Paul Sartre.


4. Mai bis 14. Juli

IMOI IM DIALEKT 

Studioausstellung zum 125. Geburtstag
des Chiemseemalers Hiasl Maier-Erding

Am 5. Mai 1894, also vor genau 125 Jahren, wurde in Erding Hiasl Maier geboren. 1907 begann er in Prien am Chiemsee eine Lehre als Dekorationsmaler. Kurze Aufenthalte ab 1911 an der Münchner Kunst-gewerbeschule und an der dortigen Akademie der Bildenden Künste er-gänzen seinen künstlerischen Lebensweg, der, insbesondere in den Jahren zwischen 1915 und 1920, zu einem äußert fruchtbaren und spannungsreichen Werk führte. Ab 1919 lebte und arbeitete der Künstler in Gstadt am Chiemsee und hier entstand auch ein Großteil seines Werks. Der Herbst 1920 brachte die Gründung der Künstlervereinigung der „Frauenwörther“ die Hiasl Maier-Erding mit Thomas Baumgartner und Constantin Gerhardinger aus der Taufe hob
Viel zu jung verstarb Hiasl Maier-Erding 1933 mit 38 Jahren in München, allerdings blieb ihm durch seinen frühen Tod die Vereinnahmung seines „bäuerlichen“ Werks durch die nationalsozialistische Kunstideologie von „Blut und Boden“ erspart.


27. Juli bis 27. Oktober

KROPFKETTN UND BLUTSTOA

Schmuck und Amulett im bäuerlichen und bürgerlichen Leben

 

Über die Jahrhunderte war Schmuck und Auszier nur den herrschenden Gesellschaftsschichten vorbehalten. Erst das späte 18. und das 19. Jahrhundert ermöglichte es auch bürgerlichen und bäuerlichen Schichten Schmuck zu besitzen und zu tragen.
Dies kam dem Prunkbedürfnis des Menschen zugute. Man zeigte gerne was man hat.
Viele der Anhänger an den Ketten und Rosenkränzen hatten auch Amulettcharakter und sollten vor Krankheiten und Zaubereien schützen. In Silber gefasste Amulette und allerhand Segen und Segenszettel, oft verpackt in „Breverl“, boten Schutz vor Schadzauber und Hexerei im Alltag und auf Reisen. Diese Vielfalt und die Entwicklung der Schmuck-stücke werden nun anhand von wertvollen Leihgaben aus Privatbesitz aufgezeigt.

29. November bis  2. Februar 2020

FORM UND SCHÖNHEIT

Zum 100. Geburtstag der Bildhauerin Marianne Lüdicke

Marianne Lüdicke, geboren am 18. Oktober 1919 in Frankfurt am Main, verstorben am 18. August 2012 in Marquartstein, ist als Künstlerin weit über die Grenzen des Chiemgaus und
Bayerns hinaus bekannt. Anfang der 1940er Jahre kam sie nach Weis-ham in den Chiemgau.
Die Liebe zu den Menschen, zur Natur und zur Tierwelt prägte ihre Kunst. Be-scheiden und in aller Zurückgezogenheit, und dennoch dem Leben kraftvoll ver-bunden, entstand ein gewaltiges Werk, das in großen Teilen nach ihrem Tod in den Besitz der Marktgemeinde Prien überging. 

Historische Galerie der Chiemsee-Maler

Die "Historische Galerie der Chiemseemaler" ermöglicht einen Einblick
in zwei Jahrhunderte Künstlerlandchft Chiemsee. Werke von Carl Raupp,
Josef Wopfner, Hiasl Maier-Erding und Rudolf Sieck erhellen die
einzigartige "Künstlerlandschaft Chiemsee", die in der Reihe der
europäischen Künstlerkonlonien seit 1828 einen bedeutenden Platz einnimmt.


Die Wittelsbacher im Chiemgau

Zu den Prunkstücken des "Heimatmuseums" gehört seit seiner Gründung der Jagdhut,
ein Medaillon und eine Zigarre des Prinzregenten Luitpold (1821 – 1912).
Diese haben in der Dauerausstellung nun den ihnen gebührenden Ehrenplatz.
Gleichzeitig wird gezeigt, was den Prinzregenten mit Prien verbindet und
welche Bewandtnis es mit der engen Beziehung des bayerischen Königshauses
zum westlichen Chiemgau hat.


Priener Turmverschiebung vor 275 Jahren

 

Es war eine gewaltige technische Meisterleistung,
die „Priener Turmverschiebung“ des Jahres 1736,
als der spitze Turmhelm der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
mit seiner Höhe von 40 Metern vom alten Turm der Kirche
mittels Walzen auf den neuen Turmstumpf geschoben wurde.

Der Zimmermeister Christian Raab aus Achthal bei Bad Endorf
schuf sich damit sein Meisterstück, einen all die Zeiten überdauernden Ruf
und ein beachtliches Trinkgeld, nämlich ein „klaidt von fues auf“,
also eine gesamte Garderobe. Ein Modell zu diesem waghalsigen Unternehmen
ist samt einer Planzeichnung im „Heimatmuseum Prien“ zu sehen.

Leider gab es damals noch keine Möglichkeiten,
von diesem bedeutenden Ereignis öffentlich zu berichten.


Archiv

22. Juli bis  23. September

AD MAJOREM DIE GLORIAM

Zur Geschichte und Kunst der Pfarrei Prien und ihrer Pfarrkirche

   
 Baugedenkplatte 1517, Pfarrkirche Prien. Silberfigur der Immaculata.  Modell der Turmverschiebung Pfarrkirche Prien 1736.

Heuer jährt sich die Vollendung des Umbaus der spätgotischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zum 500. Mal.
Am 11. April 1518 wurde die gotische Kirche durch den Bischof von Chiemsee, Berthold Pürstinger neu geweiht.
Beim Kirchenneubau (1735 – 1738) wurden der Grundriss sowie die Seitenmauern bis in eine Höhe von rund zwei Metern beibehalten.

Anlässlich des Jubiläums sowie des Abschlusses der jüngsten Kirchenrenovierung zeigt eine Sonderausstellung
die Geschichte und Kunst der Pfarrei Prien und ihre kunsthistorisch einzigartige Pfarrkirche.

Neben selten gezeigten Ausstattungs- und Schatzkammerstücken steht unter anderem
die aufsehenerregende Turmverschiebung des Jahres 1736 im Mittel
punkt.


9. Mai bis 1. Juli

ALLES RAUPP

Studioausstellung zum 100. Todestag des bekannten Chiemseemalers

Karl Raupp: „Auf Frauenchiemsee“.
Karl Raupp: „Der reiche Fischfang“ (Auschnitt).

Unzertrennlich mit dem Begriff „Chiemseemaler“ verbunden ist Karl Raupp.
Nach einem Lehramt an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg
bekam er eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Den Chiemsee besuchte er erstmals 1869 und blieb ihm als alljährlicher Besucher bis zum Tod treu.
Seine genrehaften und zumeist idyllisch ausgerichteten Bilder glorifizieren den Chiemsee
und seine Bewohner und haben als Nachdrucke in Zeitschriften und Büchern
wesentlich zur Bekanntheit des Chiemsees in aller Welt beigetragen.

Das Heimatmuseum bewahrt mit dem Gemälde „Der reiche Fischfang“ eines der Hauptwerke des Malers.
Eine Studioausstellung zeigt Leben und Werk des am 14. Juni 1918 in München verstorbenen Künstlers.


23. März bis 22. April 2018

ICH IST EIN ANDERER

Menschenbilder von Magdalene Engels im Kontrast
zu Priener Porträts des 18. und 19. Jahrhunderts

Magdalene Engels: „Farewell“.
Porträt Joseph Lechner 1760.

Die 91-jährige Malerin und Ausdruckstänzerin Magdalene Engels,
die seit 1982 in Prien lebt, beschäftigt sich in ihrem Werk vorrangig
mit dem Bild des Menschen. Es geht ihr dabei weniger um die Außen-
als um die Innenansicht des Dargestellten, etwas, „das man eigentlich
nicht sehen kann“.

Arthur Rimbauds Aussage „Ich ist ein Anderer“
bringt diese Suche der Künstlerin auf den Punkt.

Im Kontrast zum Werk Magdalene Engels stehen die wenigen
Bürgerporträts des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Priener Kunstsammlung,
die einem konventionellen Schema folgen, jedoch in ihrer künstlerischen Qualität
auch Freiraum für ein „Weiter(hin)denken“ auf die Persönlichkeit des Dargestellten zulassen.


Do 21. September – So 29. Oktober 2017

Ludwig Thoma – Mensch, Mythos, Marke

Zum 150. Geburtstag des bayerischen Schriftstellers

Es wird nicht selten die Meinung geäußert, es sei "schon alles gesagt über Thoma".
Je näher man sich aber mit dem Schriftsteller beschäftigt, desto widersprüchlicher,
facetten- und perspektivreicher wird das Bild über ihn.

Anlässlich seines 150. Geburtstags ermöglicht die für die Bezirksheimatpflege von
Oberbayern erarbeitete Ausstellung nun einen neuen Blick auf den Autor und Menschen.
Einerseits verdichtet die Ausstellung die Klischeebilder über Thoma,
andererseits hinterfragt sie das vermeintlich Wohlbekannte und Allgemeingültige,
indem sie komplementäre Aussagen aufgreift und die Mechanismen offenlegt und hinterfragt,
die zur Entstehung dieser Bilder geführt haben. Der Besucher soll sich am Ende selbst
die Antwort auf die Frage geben: "Wer ist Ludwig Thoma (für mich)?".

 

Ankündigung im Marktblatt vom September 2017


14. Juli – 10. September 2017

Saubere Madln – Schneidige Buam

– Der Genremaler Hugo Kauffmann (1844 – 1915)
– Schenkung Brigitta und Eberhard Abé

Hugo Kaufmann (1844–1915): Anschreiben, Öl Holz, 1904 Hugo Kauffmann (1844–1915): Der Jemsenjäger auf der Alm, Federzeichnung, 1893

Der gebürtige Hamburger Maler Hugo Kauffmann (1844 – 1915) war neben Franz von Defregger der bedeutendste Genremaler der Münchner Schule. Mit dem Markt Prien war er eng durch seine Sommervilla im Handwerderviertel Gries und der Gesellschaft der "Bären und Löwen" verbunden. 2016 erhielt der Markt Prien 58 Gemälde und 27 Zeichnungen des Künstlers als Schenkung durch Brigitta und Eberhard Abé, die nun erstmals geschlossen gezeigt werden.


17. Mai – 25. Juni 2017

Ins Schwarze getroffen – Schützenscheiben erzählen Heimatgeschichte

Anlässlich des 400jährigen Jubiläums der Feuerschützengesellschaft Prien 1617 e.V.
zeigt diese AusstellungSchützenscheiben, die Heimatgeschichte geschrieben haben.


7. April bis 7. Mai 2017

TARQUINIA

Die Prienerin Stefanie Friedrich ist seit 1997 als freischaffende Malerin tätig.
Als Mitglied des BBK München und Oberbayerns sowie des Kunstvereins Bad Aibling
und des AK Wasserburg beteiligt sie sich regelmäßig an den regionalen Gemeinschaftsausstellungen
und erregt mit ihren gesellschafts- und sozialkritischen Werken immer wieder Aufsehen.

In ihren neuesten Arbeiten lässt sie sich von den Wand- und Grabmalereien der Etrusker inspirieren,
deren ikonografische Inhalte heute mehr und vielschichtig interpretiert werden müssen,
unter anderem als Anspielung auf die Welt der Lebenden, als auch auf die der Toten, das Jenseits.

Der Zyklus Tarquinia, benannt nach der ehemaligen etruskischen Metropole nordwestlich von Rom,
wird nun erstmals gezeigt. www.artundfriedrich.de